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Die Kunstinitiative an der TUHH

Seminare –
Im nichttechnischen Wahlpflichtbereich

Studierende der TUHH haben während des Bildungsstreiks 2009 ihr Interesse auch an Themen aus der Kunst formuliert. Im April wird es erste Gespräche mit Vertretern des AStA und interessierten Dozenten über mögliche Themen geben. Ziel ist die kurzfristige Installation mindestens zweier Seminarangebote für das Wintersemester 2010/11 im nichttechnischen Wahlpflichtbereich. Von den Studierenden, die sich für eines dieser Seminare entscheiden, werden Leistungsnachweise erbracht.

Seminare im nichttechnischen Wahlpflichtbereich

Ausstellungen

WIM WENDERS - PLACES, STRANGE AND QUIET

Fotografien des international renommierten Regisseurs und Künstlers Wim Wenders werden in Kooperation mit Wenders Images Berlin in der Sammlung Falckenberg / Deichtorhallen in Hamburg-Harburg präsentiert. Für die Ausstellung »Places, strange and quiet« hat Wim Wenders eine faszinierende Auswahl von nahezu 60 großformatigen Bildern zusammengestellt, die bis auf wenige Ausnahmen erstmals in Deutschland zu sehen sind. Alle ausgestellten Arbeiten sind auf Reisen entstanden und spiegeln die unterschiedlichsten Beobachtungen eines neugierigen und rastlosen Reisenden wider. Wenders' Route führt uns u.a. in den Amerikanischen Westen, den Deutschen Osten, nach Australien, Südamerika, Südostasien, Armenien, Italien oder Japan und zeigt uns ungewohnte Blicke auf Tokyo, Sao Paulo, Berlin oder Moskau. 



»Wenn man viel unterwegs ist,« schreibt er, »wenn man gern umherstreift, um sich zu verlieren, kann man an den merkwürdigsten Orten landen. [...] Es muss wohl eine Art eingebauter Radar sein, der mich oft in Gegenden führt, die entweder sonderbar ruhig oder auf eine ruhige Art sonderbar sind.

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»

Wenders' Bilder handeln vor allem von Orten, die im Verschwinden begriffenen sind. Sie verweisen auf eine Zivilisation, die man nur noch an ihren Spuren erkennen oder erahnen kann. Das Verhältnis dieser Orte zu den Menschen, die hier leben oder gelebt haben, will vom Betrachter erkundet werden. Wenders' Beobachten und Erforschen von Orten gleicht einem kontemplativen Abschreiten, einer anderen Art von Vermessung: sein Interesse gilt dem In-Vergessenheit-Geraten. Er befragt die Orte hinsichtlich ihrer kulturellen Erinnerung und macht diese Befragung zu einem ästhetischen Programm, bei dem er die Fotografie als Instrument gegen den Erinnerungsverlust einsetzt, denn ihm zufolge tragen »Landschaften und Orte das Bedürfnis in sich, erzählt, festgehalten und weitergezeigt zu werden.«



Das Centre Pompidou in Paris hat Wenders' 1983 zur Motivsuche von »Paris, Texas« entstandenen Fotografien erstmals 1986 unter dem Ausstellungstitel »Written in the West« gezeigt. Die Ausstellung »Pictures from the Surface of the Earth«, wurde 2001 im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin eröffnet, dann höchst erfolgreich im Guggenheim Museum in Bilbao gezeigt und wandert seitdem durch Museen und Kunstinstitutionen weltweit.

Sammlung Falckenberg
Phoenix Fabrikhallen
Wilstorfer Straße 71, Tor 2
21073 Hamburg - Harburg

www.sammlung-falckenberg.de

 

Shahryar Nashat – Stunt

Shahryar Nashat - Stunt

Ein Stuntman sitzt auf einer Bank und zieht erst langsam seine Turnschuhe, dann seine Socken, seine Trainingsjacke und schließlich sein Hemd aus. Hoch konzentriert macht er sich bereit für die physische Herausforderung. Diese findet jedoch nicht auf einem Filmset statt, sondern inmitten des Rubens-Saals des Pariser Louvre. Erst läuft der junge Mann noch mit seinem nackten, durchtrainierten Oberkörper vor den überlebensgroßen, barocken Gemälden auf und ab. Doch schließlich hält er inne und setzt zum einhändigen Handstand an. Der ausschweifenden, gemalten Körperlichkeit setzt er die präzise Ausführung seiner physischen Turnübung entgegen, aus dessen Position er die Gemälde für einen kurzen Moment voller Anstrengung betrachtet: The Regulating Line - so der Titel der dreiminütigen Videoarbeit des Schweizer Künstlers Shahryar Nashat (*1975 in Genf, lebt und arbeitet in Berlin), die in der Ausstellung im Kunstverein Harburger Bahnhof im Zentrum steht.

In seinen filmischen, fotografischen und skulpturalen Arbeiten beschäftigt er sich Shahryar Nashat immer wieder mit den Produktions- und Präsentationsbedingungen von Kunst sowie deren Aneignungen. In der Ausstellung wird der Film gemeinsam mit zwei seiner Skulpturen gezeigt, die das Formenvokabular von Museumsbänken zitieren, wobei der darauf Platz nehmende Betrachter selbst zu einem Teil der Skulptur wird. Momente von Betrachtung, Gesehenwerden und Formwerdung werden durch die unterschiedlichen medialen Ebenen vervielfacht. Eine besonderer Dialog entsteht darüber hinaus durch die Präsentation der Videoarbeit im Ausstellungsraum des Kunstvereins, der sich im ehemaligen Wartesaal der 1. Klasse befindet. Denn bei genauerer Betrachtung werden zwischen dem Rubens-Saal im Louvre und dem ehemalige Wartesaal architektonische Parallelen deutlich: Beide Architekturen zeichnen sich vor allem durch ihre Größe und Monumentalität aus.
Diesen monumentalen Dimensionen wird in dem Video der Körper als Maß, als streng kontrollierte, physische Präsenz, als „regulating line" entgegengesetzt.

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Am Piano: Nina Hollensteiner

Zeitgleich zur Ausstellung im Hauptraum wird eine Ausstellung der Künstlerin Nina Hollensteiner (*1985 in Bielefeld, lebt und arbeitet in Hamburg) im Bar-Raum des Kunstvereins eröffnet. Ihre Neuproduktion „Conversation Floor" beschäftigt sich mit Fragen und Strukturen des Small Talks im öffentlichen Raum.Form-Elemente und Buchstaben auf dem Boden schaffen eine Art Spielfeld für Gespräche und fordern zugleich eine eigene Positionierung heraus. Die permanente Installation hinterfragt das eigene Verhalten in einer Konversation und analysiert, abstrahiert und spiegelt zugleich die Choreografien, die sich in solchen gesellschaftlichen Gefügen zwangsläufig ergeben. Nina Hollensteiners subtiler Eingriff in die Bar des Kunstverein Harburger Bahnhof bildet den Auftakt der Ausstellungsreihe Am Piano: ..., bei der jeweils parallel zu den vier für 2012 geplanten Ausstellungen junge Hamburger Künstler die Bar bespielen werden.

Kunstverein Harburger Bahnhof
Hannoversche Straße 85
21079 Hamburg
Telefon: 040/ 76 75 38 97
Telefax: 040/76 75 47 85
www.kvhbf.de

im Bahnhof Hamburg Harburg
über Gleis 3 & 4
Mittwoch bis Sonntag
von 14:00 bis 18:00 Uhr

 

 

Rundgang zu Kunstwerken an der TUHH

Die TUHH ist im Besitz einer Reihe bedeutender Kunstwerke. So sind auf dem Campus Werke der Konzeptkünstler Hanne Darboven sowie Peter Friedel, des italienisch-französischen Bildhauers Berto Lardera, des chinesischen Porträtmalers Chui Wang und des Gebrauchsgrafikers Alfred Mahlau zu sehen. In einem Rundgang der Kunstinitiative erfahren die Teilnehmer mehr über diese Künstler sowie ihrer an der TUHH gezeigten Werke.

Die etwa eineinhalbstündige Führung für Gruppen ab sechs Personen ist kostenlos und wird auch für nicht der TUHH angehörige Studierende oder Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen angeboten. Organisiert und durchgeführt wird der Rundgang von Joachim Stieglitz, der in seinem Studium mit der Kunst in Berührung kam und heute als Sekretär am Institut für Massivbau tätig ist. Anmeldungen und weitere Informationen unter der Rufnummer: 040 / 42878-3222 und E-Mail.