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Die Kunstinitiative an der TUHH

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Auf den Internetseiten der Kunstinitiative an der TUHH!

Kunst auf dem Campus: Mit diesem Ziel haben sich Professoren, Studierende und Mitarbeiter der TUHH 2009 zum Initiativkreis Kunst an der TUHH zusammengeschlossen. In enger Zusammenarbeit mit der überaus reichen Kunst- und Kulturszene rund um die Technische Universität im Hamburger Stadtteil Harburg wollen wir neue Entwicklungen anstoßen und die Kunst auf dem Campus der TUHH etablieren. Geplant sind Ausstellungen und Vorträge, Seminare und Workshops für Studierende, Kunstwerke auf dem Campus.

Was Kunst kann, ist so unterschiedlich wie die Kunst selbst. Sie ist Inspirationsquelle. Die Auseinandersetzung mit Gemälden und Skulpturen fördert die Kreativität und schafft Raum für neue Perspektiven. Die Dinge einmal von einer völlig anderen Seite zu betrachten, schärft den Blick auf das eigene Tun.

An der Schnittstelle zwischen Kunst und Technik, Ingenieur- Natur- und Geisteswissenschaften forscht die TUHH in ihrem Graduiertenkolleg „Kunst und Technik“ und verfügt, wie keine andere Hochschule in Deutschland, auch deshalb über eine einzigartige Expertise.

Wir laden Sie auf den folgenden Seiten ein, sich ein Bild zu machen über die gegenwärtige und zukünftige Rolle der Kunst an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Ausstellungen

PSYCHO - ENA SWANSEA UND ROBERT LUCANDER

Zum Jahresende werden in der Sammlung Falckenberg poetisch-surrealistisch anmutende Bilder der amerikanischen Malerin Ena Swansea und subversiv-hintergründige Werke des in Berlin lebenden finnischen Künstlers Robert Lucander gezeigt.

Der Titel der Ausstellung spielt auf den gleichnamigen Horror-Klassiker von Alfred Hitchcock an und lässt an die Entgleisungen von Schizophrenen, Psychopaten oder anderer psychisch Kranker denken. »Psycho« bedeutet im Griechischen »Seele«, umgangssprachlich wird mit »Psycho« eine psychisch erkrankte, häufig verhaltensauffällige und zu aggressivem Verhalten neigende Person bezeichnet, die ihre Umwelt verstört und bedroht. Der Begriff weckt die Erwartung von Kunst, die das Nichtkonforme, Verrückte und dadurch Bedrohliche oder Unheimliche zum Thema hat.

Die Gemälde von Ena Swansea (geboren 1965 in North Carolina) handeln von Träumen und Affekten und zeugen von einer Faszination für das Rätselhafte und die Kraft der Phantasie. Man kann die Bilder als Ausdruck von unterbewussten und irrationalen Wünschen und Ängsten lesen. Ihre flüchtig anmutenden »Traumbilder« vermitteln sich dem Betrachter in der sinnlichen Unmittelbarkeit der Malerei. In Form der klassischen Genres des Porträts, des Gruppenbildes und der Landschaftsmalerei bringt Swansea ihre intimen Gefühle zum Ausdruck. Ihre Malerei entspringt dem Bedürfnis nach der Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit und den persönlichen Ängsten und Traumata und hält gleichzeitig der Gesellschaft einen Spiegel vor.

Das Hauptinteresse des in Berlin lebenden Robert Lucander (geboren 1962) gilt ebenfalls dem Porträt und Gesellschaftsbild, allerdings nicht im traditionellen Sinn. Weder geht es ihm inhaltlich um das Erfassen des Wesens der abgebildeten Person, noch formal um den klassisch malerischen Prozess der Realitätsabbildung. Im Gegensatz zum suggestiven Illusionismus Ena Swanseas steht bei Robert Lucanders Werken das verwendete Material und die bildkünstlerische Technik selbst im Vordergrund. So scheinen sich die Bilder und Montagen des finnischen Künstlers unmittelbar aus dem Bildträger selbst, der Maserung und den Astlöchern des hölzernen Bildträgers herauszuschälen. Lucander bedient sich der Bildwelt der Magazine und der Werbung, zerlegt die bunte Medienwelt in Fragmente und setzt sie durch Reduktion, Übermalung, Montage, Spiegelungen und Vervielfältigung zu eigenen Bild-Aussagen zusammen, die nur auf den ersten Blick oberflächig und harmlos wirken. Alltägliche Pressemeldungen und Zeitungsbilder benutzt der Künstler für seine subversiv-humorvollen Studien menschlicher Gesten und Grimassen und deckt die gesellschaftlichen Abgründe hinter der Welt der schönen Bilder auf.

Beide Künstler verunsichern unsere Sehgewohnheit, erzeugen ein subtiles Unbehagen und entlarven wahlweise die eigene oder gesellschaftliche Wirklichkeit als „ verrückt".

Sammlung Falckenberg
Phoenix Fabrikhallen
Wilstorfer Straße 71, Tor 2
21073 Hamburg - Harburg

www.sammlung-falckenberg.de

 

Rundgang zu Kunstwerken an der TUHH

Die TUHH ist im Besitz einer Reihe bedeutender Kunstwerke. So sind auf dem Campus Werke der Konzeptkünstler Hanne Darboven sowie Peter Friedel, des italienisch-französischen Bildhauers Berto Lardera, des chinesischen Porträtmalers Chui Wang und des Gebrauchsgrafikers Alfred Mahlau zu sehen. In einem Rundgang der Kunstinitiative erfahren die Teilnehmer mehr über diese Künstler sowie ihrer an der TUHH gezeigten Werke.

Die etwa eineinhalbstündige Führung für Gruppen ab sechs Personen ist kostenlos und wird auch für nicht der TUHH angehörige Studierende oder Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen angeboten. Organisiert und durchgeführt wird der Rundgang von Joachim Stieglitz, der in seinem Studium mit der Kunst in Berührung kam und heute als Sekretär am Institut für Massivbau tätig ist. Anmeldungen und weitere Informationen unter der Rufnummer: 040 / 42878-3222 und E-Mail.